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Campione: Das Monster

Wer Campione d’Italia besucht, der sollte sich die Wallfahrtskirche Santa Maria die Ghirli aus dem 17. mir den wunderschönen Fresken aus mehreren Jahrhunderten ansehen.

  • Verantwortungsvolles Spielen mit Selbstsperrsystemen (z.B. Sese)
  • Ombudsstellen und Beratungsangebote in der Schweiz
  • Italienisches Selbstausschlusssystem "Autotutela"
  • Spielerschutz- und Präventionsprogramme der Casinos

Weiterhin ansehenswert sind die Kirche San Zenone, die heute als Kunstgalerie genutzt wird, das Museo Parrochiale sowie die neue Pfarrkiche San Zenone. 1917 wurde es erbaut, 2007 vollumfänglich renoviert, aber 2019 in Konkurs gegangen. Es fielen die jährlich zu zahlenden Beiträge an die Stadt aus, was zur Folge hatte, dass rund 100 Gemeindemitarbeiter und ca. 500 Casinoangestellten (zusammen knapp ein Drittel der Bevölkerung) kein Geld mehr verdienten. Im Herbst 2021 wurde das Casinos mit rund 170 Angestellten wiedereröffnet. Mit der geographisch guten Lage, hat das Casino di Campione wieder gute Chancen nach der Pandemie an die guten alten Zeiten anzuknüpfen, da es gleichermaßen Kunden aus der Schweiz sowie aus Italien bedienen kann. Bei Campione handelt es sich um einen ganz besonderen italienischen Ort, der auf eine aufregende Geschichte zurückblicken kann. Berühmt wurde Campione unter anderem auch durch die Eröffnung eines luxuriösen Casinos im Ersten Weltkrieg. Zu damaligen Zeiten handelte es sich um neutrales Land und die Diplomaten konnten hier zusammenkommen. Aber auch andere Sehenswürdigkeiten machen den Ort zu einem echten Highlight. Für die Einen ist er eine Steueroase, für die anderen Menschen dagegen ein verzauberter Ort in der Schweiz.

Was wird in italienischen Spielbanken gespielt?

taz: Herr von Bredow, was ist so besonders am kleinen Dorf Campione d’Italia? Anton von Bredow: Die Quelle des Reichtums dieses kleinen italienischen Ortes, der als Enklave in der Schweiz liegt, war ein Spielcasino. Als dieses 2018 von einem Tag auf den anderen schließen musste, haben die Bewohner über Nacht ihre Identität verloren. taz: Das Casino in diesem kleinen idyllischen Dorf am Luganer See ist ein schrecklicher Betonbau, der in Ihrem Film wie ein Monster auftritt. Von Bredow: Dieser riesige fensterlose Klotz, Europas größtes Casino, ist ein sehr ehrlicher Bau.

Das Hotel allgemein

So wie er dort steht, ist er – wenn man ihn aufklappen würde – größer als der Ort selber. So steht er für den völligen Größenwahn. Der Architekt selber hat ihn ja ein Symbol der Degeneration der heutigen Gesellschaft genannt. Die Metapher ist der Turmbau zu Babel. geboren 1996 in Hamburg, studierte Bühnenraum an der HfbK Hamburg sowie Film und Konzeptkunst in Paris.

Heimreise

Er entwirft Bühnen- und Szenenbilder für Oper, Schauspiel und Film. taz: Hat dieses Drama nicht auch sonst schon fast biblische Dimensionen? Von Bredow: Dieser Fall der Dorfbewohner von extremer Größe zum absoluten Verfall ist tragisch. Die Situation ist so ähnlich wie bei dem Protagonisten der „Truman Show“, wenn dieser zu verstehen beginnt, dass er 30 Jahre lang in der Lüge einer um ihn herum konstruierten Scheinwelt gelebt hat. taz: Ist der Titel des Films, „Architektur des Glücks“, dann nicht extrem ironisch? Wer nach Campione kommt und hier das typisch italienische Flair erwartet, der wird nicht enttäuscht. Obwohl der Ort sich bereits in seine Schweizer Umgebung eingefügt hat und sogar deren Zahlungsmittel nutzt, überzeugen die kleinen Gebäude an den Hängen, die schmalen Gassen und das hervorragende Essen von der italienischen Herkunft. Die Spielbank ist das Wahrzeichen von Campione. Sie erhebt sich direkt vor der Kulisse des Sees und wird in den Abendstunden von unzähligen Lichtern beleuchtet.

  • Casino Lugano im LAC (Lugano Arte e Cultura)
  • Casino Campione am Luganersee (ehemals Casino di Campione)
  • Casino Admiral Mendrisio im Tessin
  • Casino Splendid in Bellinzona
  • Casino Kursaal in Interlaken (historisch, heute Kongresszentrum)

Wer einmal in Campione ist, der sollte sich einen Besuch in diesen heiligen Hallen nicht entgehen lassen. Allein um das Ambiente zu spüren, lohnt es sich, schicke Abendmode anzuziehen und den Eingang zu betreten. Die Piazza Indipenza dagegen ist ebenfalls ein Eingang. Allerdings nicht in die Spielbank, sondern in den Ort Bissone. Schnell und unkompliziert wechselt man hier von italienischem ins schweizerische Hoheitsgebiet. Fast unscheinbar mutet da die Galleria Civica an.

Anreise und Wegbeschreibung

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Wie sind die Check-in und Check-out Zeiten im Grand Hotel Campione?

Campione d’Italia, kurz Campione genannt ist eine auf schweizerischem Gebiet umgebene italienische Exlave. Wenn man sich den Luganersee auf der Landkarte ansieht und hier auf die Landesgrenzen wischen der Schweiz und Italien achtet, dann fällt in der Mitte des Sees sofort ein italienisches Insel-Territorium inmitten des Schweizer Gebietes auf: Campione d’Italia. Ringsherum um diese kleine Region (2,6 km2) nur schweizerisches Gebiet. Hier muß man etwas in die Geschichtsbücher hineinsehen. Bekannt war das Gebiet im 14./15. Eine kleine Kapelle in Campione, die ein Ort der Ruhe und Besinnlichkeit ist. Gerade diese Widersprüche machen Campione zu dem zauberhaften Ort, der er ist. Der Charme von Campione wirkt besonders bei einem Spaziergang an der Uferpromenade. Hier gibt es auch eine Schiffsanlegestelle, von der aus regelmäßig die Boote auf den See hinaus fahren und Rundfahrten anbieten. Kleine Restaurants und Cafés an der Promenade sind perfekt, um einfach einmal einen Moment zu entspannen und die Menschen zu beobachten.

Maßnahme / Programm Umsetzung in der Schweiz Umsetzung in Italien Kontaktstelle für Probleme
Selbstsperrsystem Nationale Sperrdatei (ESBK) Selbstausschluss über AAMS (Dike) Beratungsstellen der Kantone / Regionen
Einzahlungslimits Können beim Spielerkonto gesetzt werden Verpflichtend bei Registrierung festzulegen Casino-Personal, Online-Hilfe
Informationspflicht Hinweise auf Risiken im Casino Warnhinweise auf Werbung & Websites Stiftung "Suchtschweiz", "Numero Verde" (IT)

Das Casinò di Campione verfügt über eine ganz besondere Geschichte. Es wurde im Jahr 1917, also mitten im ersten Weltkrieg, errichtet, um Informationen von ausländischen Diplomaten zu sammeln. Aber beginnen wir von vorne: Campione selber ist bereits ein ganz besonderer italienischer Ort, es handelt sich nämlich um eine Exclave, die sich mitten im Schweizer Staatsgebiet befindet. Große Berühmtheit erlangte der Ort tatsächlich durch die Errichtung des luxuriösen Casinos während des ersten Weltkrieges. Das Casino war damals sozusagen neutraler Boden, wo Diplomaten zusammenkommen konnten, es wurde aber auch genutzt, um Spionageaktivitäten zu verschleiern.

Der Besuch in der Spielbank - ein Muss

Von Bredow: Der Zynismus des Titels steckt schon im Glücksspiel selber. Dieses lässt vermuten, man könne glücklich aus dem Casino herausgehen. Hier ist es besonders interessant, weil ein Ort sich über Generationen darauf verlassen hat, dass dieses System funktioniert, er dann aber am eigenen Größenwahn scheitert. taz: Wie haben Sie zusammen mit Ihrem Schweizer Co-Regisseur Michele Cirigliano diese Geschichte filmisch erzählt? Von Bredow: Wir haben mit einer empathisch beobachtenden Kamera gearbeitet, die eine große Nähe zu den Personen erlaubt.

Die Lage des Hotels

taz: Wie haben Sie dabei solche starken Sinnbilder wie einen in einer Garage abgestellten Rolls-Royce mit einem platten Reifen gefunden? Von Bredow: Es ist der Ort, der einem solche Motive bietet. Da muss man als Filmemacher gar nicht groß auf die Suche gehen, denn es gibt dort einen großen Schatz an solchen metaphorischen Bildern. taz: Stehen diese apokalyptischen Bilder nicht auch für eine elementare Geschichte? 2.

Reifenwechsel in deiner Stadt

in Hamburg (Abaton) und Hannover (Raschplatz); ab 19. 2. in Braunschweig (Universum), Bremen (City 46), Kiel (Filmhaus) und Lübeck (Kommunales Kino) Für mich ist das Drama dieses Ortes beispielhaft für Prozesse, die überall auf der Welt in verschiedenen Größenordnungen ablaufen. Es geht da um die Fähigkeit der einzelnen Menschen und ihren Gemeinschaften, sich tiefgreifende Umbrüchen in ihren Lebensumständen zu stellen, sodass sie vom Objekt einer Veränderung zum Subjekt eine Erneuerung zu werden taz: Ist es nicht auch ironisch, wenn man im Abspann entdecken kann, dass in Ihrem Film Geld von der Schweizer Lottogesellschaft steckt? Ist es nicht toll, dass etwa ein Sechstel des Gesamtbudgets des Films von Swisslos kommt, die ja durch die Spielsucht finanziert wird? Seine außergewöhnliche Lage und die entspannte Atmospäre sorgten dafür, dass hohe Beamte gewillt waren, geheime Dokumente und Informationen zu tauschen. Das ursprüngliche Gebäude wurde vom Architekt Amerigo Marazzi geplant, die Innenausstattung wurde vom Maler Girolamo Romeo entworfen. Das Casino zeigte sich großer Beliebtheit, wurde aber bereits nach zwei Jahren wieder geschlossen. Erst im März 1933 wurde es von Mussolini wieder eröffnet, der das arme Fischerdorf am Luganersee in eine italienische Mustergemeinde verwandeln wollte. Über die Jahre wurde das Casiono zu einer der wichtigsten Wirtschaftsfaktoren ind er Region, nicht zuletzt deswegen, weil auch immer wieder große Shows und Events ausgetragen wurden.

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Jahrhundert für seine Kunsthandwerker wie Maler, Bildhauer sowie Archtikten und Steinmetze. Da diese Region vielen kriegerische Auseinandersetzungen zwischen den Franzosen und Spaniern ausgesetzt war, führte man im 16. Jahrhundert eine Kriegssteuer ein. Seit 1861 ist Campione in italienischer Hand, so auch der Name Campione d’Italia. Somit profitierten die ansässigen Italiener hier jahrelang von Steuererleichterungen auf schweizerischem Terrain. Jahr für Jahr zog das Casinò di Campione viele Prominente, Interlektuelle und internationale Stars an. Modeschauen, Pop-, Jazz- und Rockkonzerte begeisterten das Publikum.

Infos und Kontakt Details Casino di Campione d’Italia

Obwohl Campione offiziell durch Italien zur EU gehört, gehörte es bis Ende 2019 nicht zum EU-Zollgebiet. Dies hatte zur Folge, dass hier keine Kontrollen bei der Ein- und Ausreise erfolgten. Seit Januar 2020 wurde Campione aber ins Zollgebiet der EU eingegliedert. Zollschilder am Ortseingang und Ortsausfahrt zeigen den neuen Status an. Weiters mußten die Campionesi ihre Schweizer Autokennzeichen in italienische Kennzeichen ummelden und es wurde eine Verbrauchssteuer eingeführt. Das Casinò di Campione ist das größte Casino Europas.